Oktober (II)

Los geht's!

Der September rauschte nur so dahin und schon war der Abflugtermin da. Dank Anjas Vorarbeit hatten "wir" die Taschen schon fast eine Woche vorher fertig gepackt! Die Fahrräder hatten wir schon drei Tage vorher per Bahn nach Frankfurt vorausgeschickt. So brachte es uns noch nicht mal aus dem Gleichgewicht, dass eine Dame vom Kölner Stadtanzeiger uns drei Stunden vor Abfahrt noch interviewen wollte... noch einen Kaffee mit Carmen, Christian und Claus am Bahnhof versüsste und erschwerte uns die Abfahrt zu gleichen Teilen. In einer Stunde rauschte der ICE mit uns nach Frankfurt. Hier hofften wir unsere Fahrräder wiederzufinden...und sie waren sogar angekommen :-) Nur ein Karton war aufgerissen; der Gepäckservice half mit Tape aus. Am Check-in war die Gewichtshürde zu nehmen, doch da wir in den letzten Wochen abgenommen hatten und somit weniger als der Durchschnittspassagier auf die Waage brachten, war auch dies kein Problem - Witzigkeit kennt keine Grenzen :-). Take off - 5 Stunden Aufenthalt in Tokyo - nach 32 Stunden Ankunft in Auckland.

Ankunft in Auckland

In Auckland bereiteten uns Ross und Dee einen warmen Empfang (Ross singt im hiesigen Barbershopchor). Sämtliches Gepäck sowie die Fahrräder waren vollständig angekommen; ein kleiner Fels fiel uns vom Herzen; diesmal war der andere Karton zerissen... Bei Ross konnten wir die Fahrräder dann wieder in Ruhe zusammenbauen - keine Schraube übriggeblieben - und direkt weiter zur Fähre, die uns von Auckland nach Waiheke, einer kleinen vorgelagerten Insel, bringen sollte.

Auf Waiheke Island...

Waiheke - das klang in unseren Ohren wie ein Cocktail unter Palmen und so der rechte Ort zum Ankommen und zum Verarbeiten des 12-stündigen Jetlags... verarbeiten hört sich anstrengend an, doch glücklicherweise war Jona nur in der ersten Nacht um 3 Uhr morgens fit und Anja erbarmte sich seiner; ansonsten fielen wir einfach nur um 20 Uhr hundemüde ins Bett und wachten trotzdem erst gegen 8 Uhr wieder auf. Könnten sich Eltern im Urlaub etwas anderes wünschen? Natürlich: Fahrradfahren! Abgesehn davon war allein der Blick von unserer Jugendherberge aus das Aufstehen wert... Die ersten Fahrradkilometer in Neuseeland boten uns dann leider schon einen Vorgeschmack auf die Art der Steigungen, die uns auch im Rest des Landes erwarten sollten...Kurven? Serpentinen? Wozu denn, man kann Strassen doch gerade den Berg hinauf baün... auf Waiheke waren wir noch der guten Hoffnung, dass dies eine Inselausnahme sei... Fünf Tage verbrachten wir auf dieser wunderbaren Insel. Strand, Blumen überall, der Frühling war da, saftiges Grün strahlte...

Auf dem Weg Richtung Eastcape.

Nachdem wir Auckland schnell wieder verliessen - zuviel Stadt - ging es nun richtig los: die Ostküste entlang des Firth of Thames (einem Meeresarm zwischen der Coromandel Penisula und dem Festland) zur Coromandel Halbinsel selber. An den meisten Tagen bewegen wir uns zwischen 30 und 50 km voran; wo es besonders schön ist oder wir mal etwas Ruhe brauchen, bleiben wir auch mal länger. So sind wir inzwischen bis nach Tauranga in der Bay of Plenty geradelt.

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...und hier gibt’s noch mehr Bilder.